Türkisblaues Meer, weißer Sandstrand, Reggae - No Problem - Trauminsel Jamaika

Unsere letzte Station dieser Weltreise und unser Sehnsuchts Land. Da es bei uns nie langweilig wird, gleich am Anfang eine Panne am Flughafen. Natürlich wissen wir, dass die Einreise nach Jamaika nur erlaubt is, wenn man ein Ausreiseticket vorweisen kann, was wir natürlich hatten Aber durch Falschinformationen waren wir in dem Glauben es ist egal für welches Datum dieses gebucht ist. Amerika wollte uns aber nicht einreisen lassen, da das Ticket erst für nach 6 Monaten gebucht war – wir wollten ja versuchen ein Visa vor Ort zu bekommen. Somit waren wir gezwungen irgendein Ausreiseticket zu kaufen. Wir nahmen das Billigste, somit wurde es Miami. Wer diesen Flughafen kennt, weiß dass er unbequem und eiskalt ist. 

In Jamaika angekommen, fragten wir sofort am Flughafen nach einem 6-Monatigen Touristenvisa. Schien auch kein Problem zu sein, wir wurden in einen extra Raum gebeten und es wurde kontrolliert ob es für Österreicher möglich ist. Unsere Info war, dass es ca. 70 € kostet, mit….sagen wir einmal „Flughafengebühr“ rechneten wir auch mit etwas mehr. Aber dann kam der Schock, es sollte 350 USD / Person kosten….wer auch immer die Extragebühr bekommt. Somit kommt uns ein Ausflug nach Miami dann doch billiger und wir verzichteten auf das Visa.

 

 

Kurz vorab, dieser Beitrag wird etwas länger, da ich versuche all unsere Jamaika Urlaub zusammen zu fassen und euch hilfreiche Tipps zu geben – ich versuche mich möglichst kurz zu halten.

 

ROUTE TAXI und KNUTSFORD EXPRESS

 

Was wir allen Low Budget Reisenden empfehlen können, sind die Route Taxis. Wenn ihr nicht anfällig für Reiseübelkeit seid und kein Problem habt in einem vollgestopften Kleinbus mit Locals zu fahren, könnt ihr sogar bereits vom Flughafen nach Negril eines nutzen. Es geht schnell und kostet von Montego Bay nach Savanna La mar nur 250 Jamaican Dollar / Person – ca. 1,70 € für eine Stunde Fahrt. Wenn Euer Ziel Negril ist, sind das dann weitere 30 Minuten – je nachdem welchen lebensmüden Taxifahrer ihr erwischt, und weitere 250 Jamaican Dollar. 

Ganz wichtig: Niemals ein Taxi im Voraus oder zu Beginn der Fahrt bezahlen!

Und nicht wundern, falls das Taxi schon voll ist und der Fahrer trotzdem noch eine weitere Person mitnimmt. Angeschnallt wird sich sowieso nicht und meistens sitzt dann einer beim anderen am Schoß. Sie sind einfach auf jeden Cent angewiesen. Über die verschiedenen Streckenpreise erkundigt ihr euch am besten  bei den Einheimischen.

Zusammengefasst: Man stellt sich einfach auf die Straße, wartet bis ein Route Taxi hält – glaubt mir, das dauert Tagsüber keine 2 Minuten und sie sind eindeutig gekennzeichnet – einsteigen, dem Fahrer das Ziel mitteilen, aussteigen, bezahlen. Das wars :-) Die Profis unter euch können auch einfach mal kein Ziel nennen und erst kurz vor Eurem Stopp sagen „Driver can you please Stop here."

 

Eine weitere, günstige Möglichkeit auf Jamaika herum zu kommen, ist der Knutsford Express. Dort kann man am selben Tag oder auch bereits im Voraus ein Ticket kaufen. Es gibt auch eine Internetseite www.knutsfordexpress.com zum bestellen, dann muss man nicht extra zu einem Büro fahren.

Bevor ich mit den Sehenswürdigkeiten beginne, hier unser Umziehmarathon bei unserem 4-monatigem Aufenthalt. Angefangen haben wir am Westend bei einer scheinbar netten Dame, Bella Donna. Leider war nichts wie versprochen, sie verlangte auch noch zusätzlich Geld, gönnte uns keine Privatsphäre und vieles mehr. Also wollten wir frühzeitig umziehen.

 

Enttäuscht versuchten wir uns so schnell als möglich etwas Neues zu suchen. Wir fanden per Zufall jemanden mit Mietwohnungen in Whitehall, jedoch leider unmöbliert - da diese auf Jamaika günstig sind, entschieden wir uns für die Wohnung und kauften Möbel. Eine Bekannte aus Deutschland, die seit 5 Jahren auf Jamaica lebt und arbeitet, wohnt ebenfalls in der selben Gegend und meinte auch es sei sicher dort. Tags darauf wollten wir Party machen, gingen zu Fuß zur Hauptstraße, um ein Route Taxi zu nehmen. Nach wenigen Metern hielt uns aber ein schockiertes, amerikanisches Ehepaar -die Frau ebenfalls eine Krankenschwester und deshalb sofort sympatisch, ha ha - auf und meinte, dass diese Gegend Nachts viel zu gefährlich wäre für zwei Frauen. Das war schon einmal ein Punkt wo wir stutzig wurden. Das nächste, wir konnten einfach nicht schlafen in der Wohnung, sie war trotz angeblicher Renovierungen nach wie vor kaputt an jedem Eck, viel zu klein und die vom Besitzer versprochenen Betten ließen auch auf sich warten. Kurzum, wir redeten mit dem Besitzer, er wollte uns sogar das Geld zurückgeben und wir zogen wieder an das Westend zu New Moon Cottages. Naja, viel Geld und Nerven weniger, jedoch 2 Matratzen, eine elektrische Herdplatte, Bettwäsche und Küchenutensilien reicher, landeten wir endlich in einer guten Unterkunft. Von dort erreichten wir Stadt und Strand schnell mit unseren Fahrrädern, der Besitzer war wirklich nett diesmal und bemüht darum, dass es uns gut geht. Wir wollen euch damit auch absolut nicht abschrecken, sondern nur zeigen dass man vorsichtig sein muss und am Ende ist es eine lustige Geschichte für uns.

 

 

Nun noch kurz zu den ständig erwähnten Fahrrädern. Wir bekamen unsere zwei Beauties, gelb und pink, um ca. 120 € pro Rad, samt Fahrradlicht und Schloss in Savanna la mar - kurz Sav.

Die Informationen sind hoffentlich hilfreich für euch und unser Umziehmarathon hält euch vielleicht davon ab, die gleichen Fehler zu machen. Aber wesentlich wichtiger ist das Land und seine Sehenswürdigkeiten, zu denen ich nun endlich komme – ihr werdet euch jetzt schon denken, dass nennt sie kurz?! Aber hey, fliegt ihr mal nach Jamaika, werdet ihr mir danken….hoffentlich.

Nun endlich zum Wesentlichen ;-)

Unsere ersten Ausflüge machten wir mit Johnmaica, auch auf Facebook vertreten - ein sehr liebenswertes Ehepaar, deutschsprachig. Unsere lustigsten Ausflüge waren mit Kevin, ein Jamaikaner der Touren anbietet– auf Facebook „Kevin easy Tours“. Er versucht mehrere Sprachen zu sprechen, was sich sehr oft lustig anhört. Er war unser Big Papa und hat immer einen Scherz auf Lager. Was uns sehr gefallen hat, er macht keine Ausflüge mit einem vollgestopften Bus, sondern nur mit maximal 5 Personen. 

Montego Bay - oder auch Mobay, wie es die Einheimischen nennen - war für uns persönlich nicht so attratktiv, weil dort sehr viele Leute leben und somit auch die Straßen überfüllt wirken. Für die meisten Strände muss man eine Benutzungsgebühr zahlen – in Negril kann man den berühmten 7 Mile Beach gratis besuchen, schwimmen und genießen. Das Kino können wir jedoch jedem empfehlen, es ist nicht wie man es sich als Europäer vorstellt. Das heißt, es gibt Hot Dogs als Snacks und man darf bis kurz vor dem Kinofilm nicht in das Kino, nebenan gibt es aber ein paar Restaurants – auch einen Burger King – um die Zeit tot zu schlagen. Karten werden vor dem Kino beim Schalter gekauft.

Wasserfälle gibt es mehrere in Jamaika, wir haben die Mayfield Falls und die YS Falls besucht. Unser persönlicher Favorit sind Erstere. Deshalb, weil man sie praktisch Wasserfall aufwärts „bewandern“ und bewundern und durch Höhlen durch tauchen kann. Es ist mineralisiertes Wasser, eine angebliche Verjüngungskur - überzeugt euch selbst. Und wenn ihr bald genug in der Früh dort seid, seit ihr auch vernab vom Touristenrummel.

Bei den YS Falls müsst ihr unbedingt darauf achten, dass es nicht regnet, oder am Vortag geregnet hat, dann ist nämlich – wie bei uns – das Wasser braun. Leider sind sie zwar groß und schön, ein Foto sicherlich wert. Aber sonst war es für uns unspektakulär, da man immer nur Etagenweise in das Wasser kann, ein paar Fotos macht, dann wieder raus muss und ab in die nächste Etage. Ein Highlight gibt es aber, ein Seil an dem man sich in das Wasser schwingen kann wie Jane…oder eben Tarzan

Auch waren wir damals Delphin schwimmen in der Dolphine Cove, Ocho Rios. Eva hat natürlich vorher recherchiert, dass es den Delphinen gut geht. Sie dürfen den ganzen Tag über im offenen Meer schwimmen, außer zu den Schwimmsessions mit den Touristen. Es wird darauf geachtet, dass es keine zu großen Gruppen sind, dass die Delphine nicht überfordert werden. Und man weiß ja, dass es Ihnen sehr viel Spaß macht zu spielen. Heute wissen wir aber, dass ihnen durch die Belohnungen der Jagdinstinkt abtrainiert wird und sie gar nicht mehr alleine im Meer überleben würden. Wir möchten es daher nicht mehr machen. Aber wie gesagt, schlecht geht es Ihnen trotzdem nicht und es ist jedem selbst überlassen, ob er sich dafür entscheidet. Ebenfalls durften wir mit Stachelrochen schwimmen und sie angreifen – dies würden wir aber nicht mehr machen. Denn damit sie ungefährlich sind, wird ihnen der Stachel abgeschnitten, was wir vorher nicht wussten. Und man kann mit Kamelen Fotos machen und gegen extra Bezahlung auf ihnen reiten. Wir machten 1-2 Fotos und streichelten es. Heute würden wir auch das nicht mehr machen. Kamele sind zwar die Hitze gewöhnt, aber wenn man nachdenkt, dass es den lieben langen Tag von Touristen gestreichelt und geritten wird....

 

 

 

Was ihr euch unbedingt ansehen solltet, ist die kleine Insel, die man von Margaritaville aus sieht - Boat Island. Ihr könnt sie mit einem kleinen Motorboot erreichen, diese befinden sich überall am Strand – Preis verhandeln nicht vergessen!! Man kann auf dieser Insel einen kleinen Spaziergang machen, traumhaft, kitschige Fotos und den angeblich besten Lobster essen.

 

 

 

 

 

Eines der wunderbaren Highlights auf Jamaika ist für uns Rick`s Cafe. Restaurant und Bar, man genießt den Sonnenuntergang mit Liveband und die Mutigen unter Euch können sich einen Adrenalinkick beim Klippenspringen holen  -dies allerdings auf eigene Gefahr. Alle anderen können fasziniert den Einheimischen dabei zusehen, wie sie großartige Künststücke aus größter Höhe vollbringen – natürlich gegen ein kleines Trinkgeld welches gesammelt wird. Oder man springt einfach von den kleineren Felsen, die sind ca. 3 Meter hoch.

 

 

Dann gibt es noch das ebenfalls berühmte Margaritaville am 7 Mile Beah. Dort gibt es bereits am Nachmittag immer wieder lustige Spielchen mit den Touristen und ab und zu einen gratis Shot. Und jeden Mittwoch gibt es ab ca. 17.30 Uhr eine Beachparty – Dresscode: Legere im Bikini und viel gute Laune. Auch gibt es am Wochenende immer wieder Parties mit speziellen Vergünstigungen. Das wechselt aber immer wieder mal, drum ist es besser ihr erkundigt euch vor Ort, bzw. wird überall Werbung dafür gemacht.

 

Oh die Pelicanbar – klein aber fein. Diese befindet sich wortwörtlich mitten im Meer. Man kann dort eine lustige Runde Domino spielen, ein Red Stripe trinken und die mitgebrachten Gegenstände und eingravierten Schriftzüge von all den Touristen bewundern. 

Ein weiteres Highlight – ihr merkt sicher schon, für uns gibt es viele Highlights auf Jamaika – war und ist die Kolibrifarm. Gerade für Eva als Kolibirifan, sieht man deutlich an ihrem Nackentattoo. Ohne Tourguide kommt man dort leider nicht hin, haben wir wieder mit unserem Big Papa gemacht. Wir durften Kolibris füttern und die Farmer machten Fotos von uns, wie sie auf unserem Finger saßen. Und wir bekamen eine Führung durch die kleine Farm, um näheres über die faszinierende Pflanzenwelt zu erfahren.

Weiters gibt es die Blackriver Tour, der Guide erzählt einem auch hier von der Pflanzen- und Tierwelt und man bekommt Krokodile hautnah – und wirklich hautnah beim Boot – zu sehen. Ein Tipp, bloß nicht die Hände oder irgendetwas aus dem Boot halten.

 

Etwas, was wir auch unbedingt machen wollten bei unserem aller ersten Jamaika Urlaub – einen Gospelchor live erleben. In der

 

„Negril New Testament Church of God“

 

wird einem dies ermöglicht. Man kann einen Gottesdienst miterleben und es ist sogar erlaubt zu Filmen und Fotos zu machen. Diese befindet sich in der Town, wenn man danach fragt oder dem Taxifahrer bescheid gibt, kennt sich jeder aus.

 

Ich könnte noch ewig weiter erzählen, vom lustigen Strandburgen bauen wie Kleinkinder mit den Einheimischen, von den Bands am Strand in der Hauptsaison, Lagerfeuer am Abend im karibischen „Winter“, 5-Minuten Jetskifahrten, eine Ganja Farm, Reiten am Strand bei Sonnenuntergang, die Bamboo Avenue durch die man zumindest einmal durchfahren muss, und und und….


 

 

Aber nun noch kurz zurück zu unserem 4-Monatigen Jamaika Aufenthalt bei der Weltreise. Ziemlich am Anfang hat uns eine Freundin aus Deutschland besucht, die wir das Jahr zuvor auf Jamaika kennen gelernt haben. Es war eine lustige Mädelswoche mit einem kleinen Badezimmer zu dritt.

 

Da wir bei unserer Ausreise nach Miami von Kingston weg flogen, nutzten wir die Gelegenheit und erkundeten Port Antonio. Dort besuchten wir die Blue Lagoon, Monkey Islands und Frenchman`s Cove. Bei der Blue Lagoon muss man eigentlich eintritt zahlen, aber fragt die Einheimischen, die wissen einen gratis Weg hinein.

Für die Frenchman`s Cove zahlt man ebenfalls einen Eintritt von 20 Usd, da es eine private Bucht ist. Wir haben aber gaaanz lieb gefragt, ob wir nur schnell ein paar Fotos machen dürfen, was schlussendlich kein Problem war. Wenn ihr als Pärchen unterwegs seit, einfach die Freundin vor schicken zum lieb fragen.

Die Monkey Island haben wir nur von weitem besichtigt, man könnte aber auch mit einem kleinen Boot hinfahren und am Strand relaxen. Affen gibt es dort mittlerweile nicht mehr, also könnt ihr getrost Bananen am Strand essen.

Nach unserem Miami Kurztrip blieben wir noch 1 Nacht in Kingston im Hostel und besichtigten das Bob Marley Museum. Auch wenn man kein Fan ist, können wir es wärmstens empfehlen, die Tourguides machen alles sehr lustig und man erfährt witzige Details, zb. Dass Bob Marley einst als der zweit – sexieste Mann der Welt gewählt wurde. Wenn ihr jetzt fragt wer war die Nummer eins – ehrlich, keine Ahnung.

Sehr gefreut haben wir uns auch über die Geburtstags-Pakete unserer Familien. Die haben uns quasi das Leben gerettet weil sie viel leckeres Essen von Österreich enthielten, was wir vermissten. So bekamen wir auch eine Brotbackmischung und konnten uns Hausfräulich austoben. DANKE an dieser STelle an unsere Familien!!

Vielleicht noch kurz allgemein zu den Partylocations in Negril. Zum einen, wie schon erwähnt Margaritaville, zum anderen der Bourbon Beach – dieser ist immer wieder gut zum chillen, aber unserer Meinung nach schon sehr touristisch. Und dann gibt es da noch das Jungle. Donnerstag gibt es Ladies Night, das heißt gratis Eintritt für die Ladies, Drinks müsst ihr selber zahlen. Und Samstag die All Inclusive Party, 20 USD Eintritt, dafür kann man so viel trinken…..wie man eben kann.

Zum Abschluss der „Never ending Jamaica-Story“, wir feierten beide unseren Geburtstag auf Jamaika. Essen bei Kenney`s, Party im Jungle, viel Alkohol….und was es da sonst noch so berauschendes gibt, und vorfeiern im Italian Cafe und Bourbon Beach

Was wir noch gerne machen würden auf Jamaika – vielleicht kommen wir ja wieder mal hin, ha ha – die angeblich wunderschönen Blue Mountains hinauf wandern und Parasailing.

 

Ich hoffe ihr genießt trotz der Länge das Lesen. Und es lohnt sich sicher, diesen Artikel immer wieder mal zu überprüfen, denn es war sicher nicht unser letztes mal Jamaika……

To be continued......

The Austrian Girls, Eve & Bibi

Kommentare: 1
  • #1

    Irene (Sonntag, 26 Februar 2023 23:15)

    Das tönt alles sehr gut aber ihr hattet sehr viel Glück. Jamaika ist sehr gefährlich. War schon oft dort und immer mit einheimischen Freunden. Passt auf euch auf