Südküste

Wir starteten unsere Anreise nach Melbourne von Sydney aus. Wir fuhren ~ 12 Stunden in einem Nachtbus (Greyhound) mit Free Wifi und einer Möglichkeit zum Laden des Handys bei jedem Sitz - somit konnten wir uns die lange Fahrzeit, wenn man wie wir nicht schlafen kann, etwas verkürzen. Bei Greyhound kauft man einfach die Kilometer die man braucht für seine Strecken und löst diese per Fahrt dann ein.

 

In Melbourne angekommen fielen uns gleich die gratis Möglichkeiten zum Straßenbahn fahren auf. Innerhalb der Stadt gibt es nämlich eine "Free Tram Zone". Diese ist perfekt zum Stadt erkunden oder wie in unserem Fall, vollbepackt ein paar Schritte bis zur Unterkunft zu sparen. Zudem fährt eine spezielle "City Tram" innerhalb der gratis Zone, welche die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Straßenbahn ansagt - eine Art "Hop on - Hop off" Möglichkeit also - und das sogar gratis. Diese fährt von Mo-So zu gewissen Zeiten (Do-Sa 10-21 Uhr, So-Mi 10-18 Uhr). Wenn man die gratis Zone verlässt, braucht man eine Miky Card - diese lädt man einfach auf und beim Ein- und Aussteigen eines öffentlichen Verkehrsmittel tapt man kurz die Karte an der vorgesehenen Anrichtung (gleiches Prinzip wie in Sydney, London, usw.) und löst so quasi sein Ticket.

Im Vergleich zu Sydney ist Melbourne unserer Meinung nach ruhiger und ausgeglichener, jedoch windiger und "kälter". Wie ihr schon bemerkt habt, frieren wir etwas leicht ;-)

Auch die Einwohner wirken irgendwie entspannter. Beide Städte haben einen eigenen Flair. Sightseeing in Melbourne schafft man gut an einem Tag bzw. zwei Tagen (je nachdem wie gemütlich man es

haben will). Wir rasteten teilweise immer wieder in Parks um auch mal zur Ruhe zu kommen und die Umgebung auf uns wirken zu lassen.

In Melbourne schauten wir uns die St. Paul's und St. Patricks's Cathedral (beides

wunderschöne Kirchen), State Libary (beeindruckende Bibliothek), den Queen Victoria Market (gegen Ende, so um ~ 15 Uhr, wird das Obst und Gemüse billiger verkauft - gut für die Reisekasse und für die Gesundheit, weil man da gleich mehr kauft als man braucht) und jede Menge Shopping Malls (wir hatten das Glück das es Sale vom Sale gab) an. Natürlich nutzten auch wir die City Tram zum Erkunden der Stadt um andere Sehenswürdigkeiten und Informationen der Stadt zu hören und sehen.

Beeindruckend sind auch die berühmten Street Arts in Melbourne. In vielen Seitengassen findet man diese

Kunstwerke - erkundet einfach die Stadt danach, ihr werdet beeindruckende Bilder sehen. Wenn ihr nicht so viel Zeit habt schaut im Internet, wo ihr die beachtlichsten Malereien findet.

 

Im Melbourne Park befindet sich der Shrine of Remembrance. Dort hat man einen schönen Ausblick über die

Stadt. Man kann das Gebäude auch innen erkunden, aber passt auf die Öffnungszeiten auf, denn der Tempel schließt um 17 Uhr. Und ja, wir waren um 17:10 Uhr dort und konnten somit nicht mehr hinein.

Zu unserer Zeit fand in dem Park auch das Midsumma Festival (Gay Pride celebrations) statt - eine tolle Veranstaltung.

 

 

Um das Nachtleben zu erkunden nutzten wir zu einem die Roof Top Bar in der City. In dieser Location sind Bar, Kino und Disco in einem vereint. Es ist relativ einfach in der Stadt etwas zum Fortgehen zu finden - und man kann auch jederzeit die Locals fragen.

Eines unserer Highlights in Melbourne waren die berüchtigten Pinguine zu sehen. Dafür fährt

man zum St. Kilda Pier und wartet bis die Pinguine bereit sind bei Dämmerung in ihre Neste zurückzukehren.. Es gibt auch die Möglichkeit eine zu zahlende Philipp Island Tour zu buchen, um Pinguine zu sehen - damit ihr über andere Möglichkeiten auch Bescheid wisst. St. Kilda an sich ist schon einen Besuch wert. Der Strand und die Umgebung sind wunderschön und wenn man dann abends noch Pinguine in freier Wildbahn beobachten kann, ist das der perfekte Tag schlechthin. Vor Ort sind freiwillige Arbeiter am Pier, um die Pinguine zu schützen. Die achten darauf, dass keiner mit Blitz fotografiert

oder die Pinguine in irgend einer Art schädigt. Natürlich beantworten einen diese auch Fragen zu den Tieren. Wir sahen an diesem Abend zwar nicht sehr

viele Pinguine, aber waren trotzdem begeistert und würden es auf alle Fälle wieder machen.

Kleiner Tipp am Rande, nehmt euch was warmes zum Anziehen mit, denn in St. Kilda ist es windig und kalt

Von Melbourne aus buchten wir einen 1 Day Trip zum Erkunden der Great Ocean Road. Dieser Ausflug dauerte wirklich den ganzen Tag inkl. Essensversorgung. Auch dieses Erlebnis wird unvergesslich für uns bleiben. Die Great Ocean Road ist unter anderem für die 12 Apostles bekannt. Diese enstanden vor 10-20 Millionen Jahren - unglaublich oder? Es ist ein unbeschreibliches Gefühl wenn man selbst davor steht und eines der beliebtesten Fotomotive Australiens in seiner Kamera auffangen darf. Mittlerweile sind jedoch nur noch 8 der 12 Apostles übrig - die anderen sind leider eingestürzt.

Bei diesem Trip wurden mehrere Stopps gemacht um schöne Aussichtsfotos zu knipsen. Unter anderem war auch ein Leuchtturmbesuch und die Möglichkeit Koalas in freier Wildbahn zu suchen inkludiert. Wir haben leider keinen Koala gesehen, aber es war trotzdem aufregend in Eukalyptusbäumen nach ihnen zu suchen. 

Die Stopps sind atemberaubend schön bei dieser Tour. Der einzige Nachteil - man hat für die gewissen Zwischenhalte nur eine gewisse Zeit zur Verfügung - und diese war uns natürlich zu wenig! Als Strafe, weil wir einmal ein paar Minuten zu spät gekommen sind, mussten wir die berühmte Vegemite probieren - echt nicht unser Geschmack. Vegemite besteht aus konzentriertem Hefeextrakt. Laut unserem Guide, liebt oder hasst man diese Paste. Wir lieben sie definitiv nicht.

Nach Melbourne folgte Adelaide als unser letzter Halt in Australien. Auch dafür entschieden wir uns wieder mit einem Nachtbus (Greyhound Kilometerpass) zu fahren. Großer Pluspunkt für den Nachtbus - man spart sich dadurch das Geld für eine Übernachtung.

Adelaide ist eine kleine, nette Küstenstadt mit ca. 17.500 Einwohnern,. Wir schauten uns die City ein wenig an und erforschten das Nachtleben bevor wir uns nach Neuseeland aufmachten. Um ehrlich zu sein haben wir die letzten Tage in Australien einfach in Ruhe ausklingen lassen um dieses Land vor unserer Abreise ein letztes Mal in uns zu verinnerlichen - wer weiß, ob wir jemals wieder an das andere Ende der Welt kommen werden?

 

Australien ist ein sehr beeindruckendes Land. Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man es auf jeden Fall erkunden. Wo sieht man schon Kängurus und Koalas in freier Natur. Zudem ist das Land an sich sehr unterschiedlich zu dem was wir bis jetzt so erforschen durften. Die Einwohner machen Australien ebenfalls zu einem Kontinent den man näher kennen lernen will, weil man sich immer Hilfe holen kann. Trotzdem freuten wir uns dann schon auf Neuseeland - irgendwann braucht man einfach einen Tapetenwechsel.

 

Jänner, 2017

The Austrian Girls, Eve & Bibi

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