Sydney - New Years Eve

Einen Tag nach Port Macquire fuhren wir weiter nach Sydney. Wir benötigten nur noch ca. 2,5 Stunden für diese Fahrt, aber hatten danach ein volles Programm. Einchecken im Hostel, einkaufen für Silvester und erkundigen wo wir für den Jahreswechsel den besten Blick auf das Opernhaus und die Harbour Bridge haben und das ganze natürlich gratis. Wir hatten zwar recherchiert dass der Mrs. Macquarie`s Point der beste Platz ist und Freunde sagten uns auch dass der Eintritt gratis sei, aber im Hostel bekamen wir dann wieder eine andere Auskunft - geht ja nicht einfach bei uns. Laut dem Personal hieß es, dass man für diesen Aussichtspunkt Tickets kaufen muss und falls noch welche zu haben sind dann wären diese mehr als teuer. Da wir nicht schnell aufgeben, gingen wir zu einer Backpacker Information, die uns wieder beruhigen konnten. Dieser Platz ist auf jeden Fall gratis. Man müsse nur ganz bald in der Früh dort sein und sich anstellen, denn es dürfen nur 16.000 Leute rein und jeder will natürlich den besten Ausblick haben.

Lange Rede, kurzer Sinn, wir schliefen nur 2 Stunden und machten uns um 6 Uhr morgens auf, um rechtzeitig beim Einlass zu sein. Dort angelangt, hatten bereits einige Leute in der Nacht vor Ort campiert und es

standen bzw. saßen bereits nicht ganz 2.000 in der Schlange laut Security - die können einem nämlich sagen, ob man bei den erlaubten 16.000 Personen dabei ist und noch Chance hat reinzukommen.

Wir kamen leicht hinein, mussten jedoch die Strecke bis zum Aussichtspunkt fast laufen, da jeder seine Decke bei den besten Punkten ausbreitet und da sind die besten Blickpunkte schnell besetzt bei dieser riesen Menschenmenge. Zum Glück ergatterten wir eine wunderbare Sicht auf das Opernhaus und die Harbour Bridge. Aber wenn ihr mal die Gelegenheit habt, Silvester in Sydney zu verbringen, raten wir euch bereits um 4 Uhr morgens dort zu sein oder sogar am Vorabend dort zu campieren. Außerhalb der Absperrung ist es nämlich noch erlaubt, innerhalb dann nicht mehr. Auch darf man große Gegenstände wie ein Zelt oder einen großen Schirm nicht mit hinein nehmen. Dies kann man aber beim Eingang abgeben und nach dem Jahreswechsel wieder abholen.

Organisiert ist das ganze perfekt. Bereits in der Warteschlange stehen überall Securities, die darauf achten dass sich keiner vordrängt und den Leuten sagen wohin sie müssen. Natürlich kann man es nicht ganz vermeiden dass einige unfair sind und sich vorschummeln, obwohl manch anderer bereits um 4 Uhr vor Ort war und sie z.B. erst um 10 Uhr gekommen sind. Aber so etwas passiert bei jeder größeren Veranstaltung. Um 10 Uhr war dann endlich Einlass und alle mussten durch die Sicherheitskontrolle:

 

Keine Glasflaschen, kein Alkohol, keine Raketen, keine scharfen Messer sondern nur

Plastikbesteck, keine Schirme die größer als 50 cm sind!

 

Wir hatten vorher recherchiert und alles beachtet….dachten wir – kurz vor dem Eingang viel uns ein, dass wir ein Gurkenglas dabei hatten! Wir hatten aber Glück und es ist der Security beim Eingang nicht aufgefallen, vielleicht

ein Vorteil dass wir so unschuldig ausschauen ;-) So konnten wir unsere Essiggurken zu Silvester genießen.

 

Durch die Kontrolle gingen wir so rasch als möglich mit unseren ganzen Picknick Utensilien und suchten uns den bestmöglichen Platz. Dann machten wir es uns gemütlich, denn ab jetzt hieß es einfach nur warten bis es Abend wurde und das Programm anfing. 

Im Areal waren viele Dixi Klos aufgestellt, aber dennoch zu wenige für 16.000 Menschen - vor allem für uns Frauen. Man musste sich fast 1 Stunde anstellen. Ebenfalls gab es Getränke, Alkohol und Essen zu kaufen, aber alles natürlich eher teuer.

Um 18 Uhr war endlich die Eröffnung mit mehreren Programmpunkten, wobei man von unserem Blickwinkel aus nicht wirklich etwas sah. Das erste richtige Highlight war dann um 21 Uhr das Kinderfeuerwerk. Der einzige Nachteil, es drängten sich dazu natürlich alle nach vorn, die einen weniger guten Platz hatten. Was aber verständlich ist, wenn man einmal die Chance hat in Sydney das Neujahrsfeuerwerk zu sehen, will man natürlich auch einen guten Blick darauf haben. Denn bereits dieses „Kleine“ war sehr beeindruckend.

Kurz vor Mitternacht wurde der Countdown auf die Brückensäulen projiziert, jeder zählte mit und dann war es endlich so weit. Die Stimmung war ausgelassen und das Feuerwerk ein Traum! Silvester am andere Ende der Welt zu feiern ist und bleibt ein unvergessliches Ereignis.

 

Das Feuerwerk dauerte 12 Minuten und danach sind so gut wie alle Leute weg - das Areal wird so schnell als möglich geräumt. Wir blieben noch etwas um Fotos zu machen und um auf das neue Jahr anzustoßen, aber spätestens um ca. 00.30 Uhr wird man von der Security höflich hinausgebeten.

Bereits 6 Monate vor Neujahr kann man sich über die gratis Plätze und das Veranstaltungsprogramm auf der Homepage www.sydneynewyearseve.com informieren.


 

 

Am Neujahrstag besuchten wir den berühmten Bondi Beach, etwas außerhalb vom Stadtzentrum. Obwohl wir einen schlechten Tag mit grauenhaftem Wetter hatten, war er sehr beeindruckend für uns. Vor allem die künstlerischen Wandmalereien. Vom Bondi Beach aus kann man noch weitere Strände zu Fuß besuchen auf dem 6 km langem Panoramaweg den Klippen entlang.

Von Sydney aus haben wir uns die nächsten 2 Tage die berühmten Blue Mountains angesehen. Wir fanden dort auch ein nettes Hostel wo man gratis Wäsche waschen konnte, was wir natürlich nutzten.

 

Zu den Blue Mountains selber: Als erstes sieht man sofort den Echo Point, einen Aussichtsspunkt auf die 3 Sisters – 3 Felsformationen die 200 Millionen Jahre alt sind und aufgrund einer Traumzeitlegende der Aborigines so genannt wurden. Danach stiegen wir die steilen Treppen hinab zur Honeymoon Bridge….ja richtig gehört. Natürlich machten wir ein paar romantische Fotos ;-) und sind dann noch etwas weiter abgestiegen, um uns danach mühsam all die Stufen wieder nach oben zu quälen. Danach sind wir einen beschilderten Weg entlang zu einem Wasserfall gewandert. Dieser war damals zwar etwas trocken, aber man konnte deshalb quasi mitten im Wasserfall stehen, obwohl es verboten war - aber das bleibt unter uns. Es sah aus wie eine Aussichtsplattform wo man Rast und natürlich Fotos machen konnte.

Unser Fazit zu den Blue Mountains: Sie sind sehr schön und man kann Wanderungen oder auch kleine Spaziergänge zu den verschiedenen Aussichtspunkten machen. Wir selbst waren aber eher enttäuscht da es hochtouristisch war. Man kann kaum ein Foto machen, wo nicht 10 fremde Leute drauf sind und es herrscht überall Gedränge. Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Zug wieder zurück nach Sydney.

Sydney generell ist zwar eine Großstadt, aber trotzdem aufregend. Alleine Die Harbour Bridge

und das Opernhaus haben wir ca. 5x besucht und bestaunt, bei Tag und bei Nacht. Natürlich kann man auch ganz

hoch auf die Harbour Bridge klettern mit einer Tour, diese war uns aber zu teuer und man hat auch einen wunderbaren Ausblick zum Opernhaus, über den Hafen und die Altstadt, wenn man die Brücke „nur“ überquert.

Ebenfalls gibt es im Opernhaus Führungen. Da wir aber keine Opernfans sind und es bereits von außen

sehr beeindruckend ist, machten wir auch das nicht.

 

 

Wir wollten aber hoch motiviert eine gratis Stadtführung machen, die nahe der Townsville U-Bahnstation startete. Für uns war diese jedoch nicht geeignet und verließen diese ziemlich rasch und machten Sightseeing auf eigene Faust, da wir nicht nur an den Gebäuden vorbei laufen, sondern diese auch von innen erkunden und möglichst viele Fotos von allem machen wollten.

Andererseits bekommt man sicher den ein oder anderen Geheimtipp, da die Tour von Einheimischen geführt wird. So haben wir z.B. die römisch katholische St. Mary`s Cathedral gesehen, eine wunderschöne Kirche die erstmals 1821 erbaut wurde.

 

Am nächsten Tag haben wir das Hafenviertel „The Rocks“ erkundet. Hier hatten wir Glück, als wir auf der Dachterrasse der Glenmore Rooftop Bar waren um schöne Fotos über ganz Sydney zu bekommen, entdeckten wir ein Open Air Kino. Als Kinofreaks ließen wir uns das natürlich nicht entgehen und es war fantastisch. Ein schöner, lauwarmer Abend, das Kino in einem alten Innenhof, der Film „Kindsköpfe“ und das größte Highlight GRATIS POPCORN….ein Traum für mich (Birgit).

Was wir beim Sightseeing entdeckt haben, war das Sydney Festival. Dadurch beschlossen wir noch zwei weitere Tage in Sydney zu bleiben, denn dies ging von 7.01. – 29.02.2017. Ursprünglich überlegten wir am 6.1. weiter zu reisen. Wie wir erfuhren, gab es täglich ein tolles Programm von verschiedenen Künstlern. Der Eintritt war gratis und rundherum gab es natürlich auch Stände mit Essen und Trinken. Es existiert nur eine Sektion, ein Theater, wo man für die Shows vorab Tickets brauchte und zahlen musste.

Das Festival ist sehr bekannt in Sydney und findet jedes Jahr statt. Aber auch hier könnt ihr euch auf www.sydneyfestival.org.au vorab erkundigen, damit ihr nichts verpasst. Um euch einen kleinen Vorgeschmack zu geben, wir schauten uns die Haarshows an. Da waren unter anderem 2 berühmte – so wurde uns zumindest gesagt - Frisöre aus Barcelona. Die beiden suchten sich Freiwillige aus dem Publikum aus und kreierten wunderbare Haarskulpturen auf deren Köpfe. Wir haben uns natürlich auch gemeldet und wollten unbedingt auf die Bühne, aber unsere Haare haben ihnen

scheinbar nicht zugesagt......vielleicht doch schon zu lange nicht mehr Haare gewaschen ;-)

 

Am nächsten Tag machten wir uns auf zu unserer letzten Route in Australien, die Südküste.

 

Jänner, 2017

The Austrian Girls, Eve & Bibi

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