Südinsel

Die Überfahrt mit der Fähre war zwar teuer, 53 NZD, aber dafür sehr komfortabel. Es gibt ein Kino, wo bei unserer Fahrt Herr der Ringe 3 und Alice im Wunderland 2 gezeigt wurde. Ebenfalls haben sie an Bord ein

kleines Kaffee und saubere Toiletten. Unbedingt erwähnen muss ich auch die traumhafte Aussicht während der Überfahrt. Also auch wenn ihr im Movie Raum sitzt, geht mal raus Beine vertreten und genießt die Landschaft.

Nach der Fähre jumpten wir wieder in den Stray Bus und fuhren weiter nach Abel Tasman in den Nationalpark. Hier schliefen wir in einem Dorm Zelt- da es ziemlich regnete konnten wir nicht unser eigenes benutzen,

damit hätte es uns weg geschwemmt. War auch sehr kalt in der Nacht und wir schliefen wie in einem Iglo mit mehreren Schichten Gewand und Jacke, obwohl wir eine warme Decke hatten.

Am nächsten Tag war unser bei "Peter Pans" in Australien vorab gebuchter – und dadurch günstigerer – Tagesausflug. Am Morgen gingen wir zu Kahu Kayaks, bekamen dort einen Guide zugewiesen und das passende Outfit und Drybag. Typisch für uns, wir gaben unsere Wasserflasche in diesen. Der hat eigentlich den Sinn, dass man hier Sachen aufbewahrt, die nicht nass werden dürfen. Tja, unsere Wasserflasche ist irgendwie aufgegangen und der Drybag war innen ganz nass. Zum Glück hatten wir aber nur die wasserfeste Kamera, Sonnencreme und das Handy mit Wasserfester Hülle darin.

Die ersten Probleme überwunden, ging es auf zum Strand und den Kajaks, wo wir eine Einweisung bekamen und ab ins Meer. Für uns war es das erste Mal, es war anfangs schwierig zu lenken und richtig zu paddeln, aber als wir den Dreh raus hatten, genossen wir es in vollen Zügen. Die Umgebung war Traumhaft schön und wir sahen sogar Seerobben. Auf einem Strand machten wir Pause und bekamen von unserem Tourguide sogar Cappuccino, Moccachino und heiße Schokolade, alles mit Milchschaum.

Am Ende hielten wir bei einem anderen Strand, gingen von dort aus ein Stück auf einen Berg und wieder runter zu einem weiteren Strand, ca. 30 Minuten. Dort wartete schon das Segelboot auf uns. Auch wenn ich mich

wiederhole, aber auch die Segelfahrt war der Wahnsinn, wir fuhren zu wunderschönen Stränden und Inseln und sogar etwas abgelegene Ausläufer vom Meer. Wir bekamen auf dem Boot auch Cookies, Kaffee und Tee. Danach wurden wir wieder zu unserem Hostel gefahren, wo wir unsere Rucksäcke mal wieder etwas

sortierten aber uns sonst einen gemütlichen Abend machten.

Auf dem Weg am nächsten Tag machten wir wieder einige Pausen, unter anderem beim Kilkenny Lookout und bei der Tauranga Bay – Seals Colony. Bei der Tauranga Bay gibt es einen 30-Minütigen Walk, wo man die Seelöwen beim Sonnen auf den Steinen zusehen kann und bei einem kleinen Leuchtturm vorbei kommt.

Nächster Halt war Westport, dies war aber nur für eine Nacht. Auf dem Weg dorthin hielten wir bei den berühmten Pancake Rocks und Blowholes. Der Name entstand deshalb, weil die Steine, wie Pancakes, in Schichten „wachsen“. Wie das so entstanden ist, haben die Wissenschaftler bis heute nicht heraus gefunden. Blowholes deshalb, weil bei stürmischer See das Wasser zwischen den Felsen mehrere hundert Meter herauf braust und einen riesen Lärm macht - ein fantastisches Spektakel.

Und wir gingen den Truman Track, dieser Weg führte in nur ca. 15 Minuten zu einem wunderschönen Strand mit Wasserfall.

Am nächsten Tag ging es weiter zum Franz Josef Gletscher! Dort angekommen gingen wir duschen und bastelten unsere Müllsack-Outfits für den Abend. Ja richtig gelesen – als Backpacker hat man nicht viel Geld um großartig ein Kostüm zu kaufen, deshalb organisieren die Busfahrer von Kiwi und Stray immer eine Müllsackparty. Dabei muss man kreativ sein, es macht Spaß und man kann einen Gutschein für den berühmten Pub Crawl gewinnen. Leider haben wir

nicht gewonnen, obwohl ich sagen muss unsere Outfits waren Grenzgenial ;-) Inspiriert vom Namen unseres Busfahrers "Cookie", aber überzeugt euch selber auf den Fotos. Die Müllsackparty fand gleichzeitig mit der im Hostel üblichen Pizzaparty statt. Man zahlt 20 NZD und bekommt so viel Pizza wie man essen kann und zusätzlich, quasi als Vorspeise ein suuuper leckeres Knoblauchbrot und Pommes :-D Happy Hour hatten wir auch von 19-21 Uhr…..den Rest könnt ihr euch denken….

Am nächsten Tag hatten wir uns eigentlich für den Heli Hike angemeldet. Ein 6-Minütiger Helikopterflug auf den Franz Josef Gletscher, danach eine 3 Stündige Wanderung auf dem Gletscher und wieder 6 Minuten mit dem Helikopter nach unten. Danach wäre noch ein Bad in den Hotpools inkludiert. Leider wird dies aber nur bei guter Sicht durchgeführt und wir hatten riesen Pech dass große Wolken am Himmel waren und es deshalb abgesagt wurde. So suchten wir uns einen anderen Wanderweg, wovon es in Franz Josef einige gibt. Zuerst gingen wir zu einem See, ca. 1,5 Stunden. Dann noch zum Franz Josef Gletscher Lookout, wo man auf dem Weg dorthin sehr schöne Wasserfälle sieht. Es hat zwar beim zweiten Wanderweg wie in Strömen gegossen und wir waren bis auf die Unterhose nass, aber es hat sich gelohnt, wir hatten riesen Spaß durch die nässe überall und weil Eva unbedingt ein perfektes Foto machen wollte.....sagt mir bitte wie man auf einem Foto gut aussehen kann wenn es in strömen regnet, ich durch meine nasse Brille nichts mehr sah und die Kameralinse natürlich nass und beschlagen war....trotzdem versuchte ich geduldig zu posieren....oder was meint ihr zu dem Foto? ;-) Der Rückweg kam uns danach sehr lang vor, deshalb versuchten wir zu stoppen - wer würde uns "nasse Hunde" mitnehmen - scheinbar haben wir richtig bemittleidenswert gewirkt, denn ein Ehepaar nahm uns tatsächlich mit. Alles in allem fühlten wir uns nach der Absage zumindest ein klein wenig besser.

Tags darauf düsten wir, bzw. unser Busfahrer mit uns ;-) weiter nach Wanaka. Auf der Fahrt machten wir natürlich wieder mehrere Stopps, was die Busfahrt für uns immer angenehmer macht, da wir nicht so lange am Stück sitzen müssen. Ein kurzer Zwischenstopp war der Mystery Beach, Lake Wanaka Lookout und der Lake Hawea. Danach besuchten wir noch die wunderschönen Thunder Creek Falls und die Blue Pools. Bei den Blue Pools sprangen sogar ein paar von der Brücke ins glasklare Wasser. In Wanaka angelangt machten wir Bilder von dem berühmten Baum im See. Klein und unspektakulär, aber wenn man schon mal dort ist muss man ihn unbedingt gesehen haben. Und die Aussicht über den See ist traumhaft. Nachdem wir im Hostel eingecheckt haben, machten wir einen kurzen Spaziergang am See. Am nächsten Tag machten wir gleich am Vormittag mit dem Stray Bus eine 1-Stündige Wanderung auf den Mount Iron. Am Berg hat man eine schöne Aussicht über die Stadt und den Lake Wanaka. Die Wanderung endete in der Puzzling World, wo wir Pause machten. Dort sieht man bizarre Gebäude, Räume der Illusion und Neuseelands eigenartigste, öffentliche Toilette. Danach, wie die meisten schon auf Fb gesehen haben, sprangen wir in unser bisher größtes Abenteuer. Wir wagten den Navy Swing – die größte Schaukel der Welt....

 


 70 Meter freier Fall

 

300 Meter Swing


Es war furchterregend und ein wahnsinnig gutes Gefühl gleichzeitig. Die Aussicht ist Traumhaft und Spaß hat man – oder auch die anderen mit uns durch unser Geschrei – ebenfalls einigen. Am lustigsten ist es danach das Video zu sehen, wie Angsthasenmäßig man sich eigentlich aufgeführt hat. Und man nicht einmal den Angestellten wahrnimmt, der 10x auf die über unseren Köpfen hängende Kamera zeigt damit wir da noch Grüße rein sprechen oder winken.



In Queenstown angekommen machten wir beim Gemeinschafts Abendessen und kleinen Pubcrawl von unserem Bus mit. Unbedingt besuchen müsst ihr die "Teapot Bar", da bekommt ihr eure Cocktails in einer Teekanne.

Tags darauf hatten wir unseren Lazy Tag und erholten uns vom Fortgehen. Vor allem, weil wir am Abend nochmal in die Disco wollten. Denn das ist der Hammer in dem Partyort Queenstown, es kommt täglich jemand ins Base Hostel und teilt Gutscheine für gratis Getränke aus. Somit kann man auch als Backpacker günstig Party machen.  Da wir 3 Nächte dort blieben, machten wir am letzten Tag eine Wanderung zu dem berühmten Queenstown Hill. Diese dauert ca. 2,5 Stunden, wir nahmen uns aber länger Zeit und aßen mit der Traum Aussicht vor Augen unser Lunch. Und zur Belohnung gingen wir danach noch in die Cookie Bar……ein Traum, so leckere Cookies haben wir noch nie gegessen und werden wir vermutlich auch nicht mehr so schnell wo bekommen. 

Schließlich starteten wir nach Queenstown, mit einem neuen Bus und Busfahrer, in Richtung Deep South. Erster Übernachtungsstopp war Milford Sound. Pause hatten wir in Te Anau, zum Einkaufen und Geld abheben. Denn wo wir die Nacht blieben, wurde der Strom um 22 Uhr abgedreht und es gab keine Möglichkeit mit Karte zu bezahlen.

Beim Milford Sound entschlossen wir uns nicht mit der Fähre die Umgebung zu erkunden, sondern wir machten einen Spaziergang an Land. Unserer Meinung nach kann man sich das sparen, denn wir machten die gleichen Fotos an Land, wie diejenigen die die Fähre nahmen. Aber das ist nur unsere Meinung, vielen anderen hat der Ausflug sehr gefallen.  Nächster Stopp am Tag darauf war dann Invercargill, bzw. wer wollte Steward Island. Steward Island ist berühmt dafür, dass man Kiwis in freier Natur sehen kann. Allerdings diejenigen von unserer Gruppe die hin fuhren, sahen an dem Tag keine und auch das Wetter war sehr schlecht. Somit waren wir froh uns das Geld gespart zu haben.

Am Weg zurück nach Queenstown machten wir halt in der Curious Bay – der Seelöwenbucht. Dort konnten wir sie in freier Natur und mit nur 10 Metern Entfernung beobachten. Weiter ran darf man nicht gehen, da die Seeriesen sehr schnell aggressiv werden können und auch sehr schnell sind. Bei uns haben sie allerdings nur geschlafen und ab und an den Kopf gehoben um Fliegen zu verscheuchen.  In der gleichen Bucht konnten wir auch Bäume suchen, die bereits zu Fossilien wurden im Wasser. 

Dann folgte unser bisher größtes Abenteuer – wir färbten uns gegenseitig die Haare in einem Mini-Badezimmer im Hostel. So spart man sich den teuren Frisör und es macht Spaß. Danach gingen wir lediglich noch Haare schneiden zum Frisör…. das konnten wir dann doch nicht selber, bzw. trauten uns nicht. So haben wir gesamt über 100 NZD gespart.

Nach 2 Tagen in Queenstown fuhren wir weiter nach Mt. Cook und hatten ein riesen Glück mit dem Wetter denn wir hatten strahlenden Sonnenschein. Wie unser Busfahrer sagte, kommt das so gut wie nie vor und wir konnten somit den Mt. Cook wunderbar betrachten, in seiner vollen Pracht. Durch das Traumhafte Wetter beschloss unser Busfahrer ein Picknick zu machen für unser Lunch, mit Blick auf den Mt. Cook und einen wunderschönen, blauen See.  Im Hostel angelangt, konnte man einen 3 Stunden Walk machen. Eve musste den leider alleine gehen, da ich bereits krank war. Sie sagt es ist eine leichte Strecke zum gehen. Zum Schluss kommt man zu einem See, einem Aussichtspunkt. Im See waren sogar Eisschollen und man hatte einen Traumhaften Blick auf Mt. Cook mit seiner schneebedeckten Kuppel. 

Tags darauf fuhren wir weiter nach Christchurch. Wobei wir beide schon sehr angeschlagen mit Kopfweh und Fieber fuhren. Also kann ich kaum etwas über Zwischenstopps berichten. Bei einem ging es uns dank Tabletten und Mexavit C etwas besser, das war die Good Shepard Church an einem wunderschönen See. Eine niedliche kleine Kirche, mit Ausblick auf den See. Sie wurde deshalb gebaut, da es damals einen Mann gab, der Schafe stiel und 2 mal verhaftet wurde aber jedes mal wieder entkam. Darauf wollten die Einheimischen zeigen, dass es auch gute Schäfer gibt und bauten die Kirche.

 

Nachdem unsere Nacht in Christchurch sehr kurz und fiebrig war, versuchten wir am nächsten Morgen alles zu organisieren um länger bleiben zu können und einen Flug nach Auckland bezahlt zu bekommen. Denn wenn wir uns 2-3 Tage auskurieren mussten, verpassten wir mit dem Stray Bus sonst unseren Flug von Auckland nach Honolulu. Somit riefen wir die Versicherung an und gingen zum Arzt – Diagnose: die Grippe, weiterreise nicht möglich, kein Antibiotikum da viral lt. Blutbefunde, viel trinken und schonen. Im Hostel konnten wir auch länger bleiben, also stand nichts im Weg uns ordentlich auszukurieren und dann einen Flug zu organisieren. Wem passiert das nicht mindestens einmal auf Reisen. 

Ein Flug war online schnell gebucht, mit dem es am 20. Februar nach Auckland ging. In Auckland selber haben wir einfach nur den letzten Tag und das schöne Wetter genossen mit einem Spaziergang und dem treffen einer Freundin. Und somit: AB NACH HAWAII :-D

The Austrian Girls, Eve & Bibi

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