Chiang Mai


Um nach Chiang Mai zu gelangen gibt es mehrere Möglichkeiten – Zug, Bus oder Flug. Wir haben die Busvariante unter Tags gewählt bzw. wurde uns diese so gebucht. Die Busfahrt kostete ~ 200 THB/Person von Sukhothai nach Chiang Mai (unsere Route eben) – leider haben wir, wie ihr vielleicht im Bangkok Blog schon gelesen habt, viel zu viel bezahlt beim Touristencenter in Bangkok. Man kann sich noch so gut vor der Reise über alles informieren und trotzdem fällt man auf die typische Masche rein. Aber egal, wir haben daraus gelernt und sehen das Positive darin - immerhin hat alles super geklappt. Warum über etwas nachtrauern, wenn man gerade eine tolle Zeit erlebt?

Und wir können andere somit einen Tipp geben - wenn ihr sparen wollt, dann bucht euch die einzelnen Strecken selber bei einem Ticketschalter oder im Internet.

 

Die Busfahrt dauerte in unserem Fall unendlich anfühlende, wirklich anstrengende 6 Stunden. Dafür wird man nach diesen Strapazen mit einer tollen Stadt belohnt. Chiang Mai ist um einiges belebter als Ayutthaya oder Sukhothai - logisch, weil sie natürlich größer ist. Wir sind am Nachmittag in dieser aufregenden Stadt angekommen und konnten somit gleich den Aufbau des Nachtmarktes verfolgen und uns schon mal Essensanregungen für den Abend holen.

Ihr merkt, das Essen auf Reisen ist uns extrem wichtig. Auf diesem Nachtmarkt gibt es nicht nur kulinarische Köstlichkeiten - man kann auch jede Menge Souvenirs ergattern und diese sind sehr günstig zu haben – vergesst trotzdem nicht, immer noch ein wenig zu handeln.

Unsere Unterkunft befand sich in der Wualei Road – in der Nähe der Old Town. Nachtmärkte gibt es täglich in Chiang Mai – wir fanden diese immer zufällig – dafür haben wir einfach das richtige Gespür bzw. die richtige Nase.

In Chiang Mai kann man viel erleben – es gibt die Option

verschiedene Touren (Trekking, Ausflüge, Elefantencamp, etc.) in den typischen überteuerten Reisebüros/Touristeninformationscenter zu buchen oder diese selbst im Internet ausfindig zu machen. Wir haben uns für die eigene Organisation entschieden und stiegen somit immer billiger aus. Da wir unsere Weltreise entspannt angehen, haben wir uns nur das angesehen was wir unbedingt sehen wollten und dies in einem chilligen Modus. Wir haben ja den Alltagsstress hinter uns gelassen. 

Um in Chiang Mai von A nach B zu gelangen kann man sich für Tuk Tuk Fahrten, Taxis oder Busfahrten entscheiden.

Da wir auf unsere Reisekasse schauen mussten, gingen wir viel zu Fuß und handelten wie verrückt bei den Busfahrten. Wenn ihr mal in Chiang Mai seit, achtet auf die roten Kleinbusse die überall zu sehen sind – sagt dem Fahrer wo ihr hinwollt und verhandelt brav. Wir fragten uns oft durch 5-6 verschiedene Busfahrer durch, bis wir den Preis hatten, den wir für angemessen hielten. Vor allem die Fahrten zur Bushaltestelle oder zum Flughafen sind gleich mal für die Fahrer eine Gelegenheit den Preis um das 3fache zu erhöhen – weil man da ja hin muss um wieder abzureisen. Also bleibt hartnäckig – im Normalfall zahlt man für die meisten Strecken (ca. 15 min. Fahrt) zwischen 25-30 THB. Leider sprechen auch hier viele Busfahrer nur gebrochen bis gar kein Englisch – oftmals lachen sie einen nur an, weil sie nicht wissen, wo man hin will – dann lacht man einfach zurück und sucht den nächsten Fahrer.

Und jetzt mal zu ein paar Tempel die wir besucht haben. Was macht man denn sonst in Thailand?

 

Ein ganz besonderer Tempel war der Wat Phra That Doi Kham – der befindet sich auf einem Berg. Wir entschieden uns die „kleine“ Wanderung gegen Sonnenuntergang anzugehen – tja, wir hätten uns das eben nur so mal gedacht – traumhafte Sonnenuntergangfotos mit Ausblick über die Stadt Chiang Mai – klingt doch toll, oder?

 

Als wir jedoch im Bus saßen und uns ein paar Mönche fragten, was wir denn so vorhaben, sagten uns diese das die „kleine“ Wanderung 3-4 Stunden dauert. Da schauten wir mal kurz etwas überrascht – natürlich waren wir für das nicht ausgestattet – kein Trinken dabei, es fing schon an zu dämmern und natürlich mit Flip Flops als Schuhwerk. Da wir jedoch schon im Bus saßen, gab es auch kein zurück mehr. Oben angelangt (die Strecke zum Erklimmen des Berges startet beim Zoo von Chiang Mai) hatten wir das Glück das dort wieder rote Kleinbusse

standen und diese fahren einen die kurvenreiche Strecke nach oben bis zu den letzten Stufen die zum Tempel führen. Natürlich hätten wir den ganzen Weg gerne selber bestiegen – aber manchmal kommt es eben anders als man denkt. Das letzte Stück besteht aus ca. 200 Stufen, die über die bekannte Naga Treppe zum Tempel

führen. Oben angelangt ist es atemberaubend schön – man hat einen herrlichen Ausblick über die Stadt und wenn man sich davon satt gesehen hat und Richtung Tempel geht, steht man wieder kurz einmal starr da. An diesem Ort herrscht eine magische Atmosphäre – Mönche predigen dort mit ihren Gesängen und rundherum

glänzt der goldene Tempel mit sich selbst um die Wette. Einfach unglaublich schön. Plant euch genug Zeit zum Bestaunen ein – wir hatten leider nur 1 Stunde Zeit, da der Busfahrer uns vorschlug, das wir nicht länger brauchen. Daraus haben wir auch wieder gelernt – nie wieder ein Zeitlimit setzen!

 

Ansonsten haben wir direkt in der Stadt den Wat Phra Singh und Wat Chieng Mun zu Fuß erkundet – beides ebenfalls schöne Tempel. Jeder Tempel hat etwas individuelles, schönes an sich.

 

Nach den ganzen Tempeltouren hatten wir dann auch mal Lust etwas mit Wasser zu machen bei der ganzen Hitze und somit besuchten wir den Grand Canyon von Thailand. Dort kann man den Wasserpark besuchen, der gleich nebenan liegt oder eben direkt beim Grand Canyon baden gehen. Es gibt auch Sprunggelegenheiten dort oder man geht, wie wir, ganz altmodisch normal ins Wasser. Für uns war das ein toller Tag um etwas im Wasser zu plantschen und die traumhafte Kulisse dort zu genießen.


Die Reise nach Chiang Mai haben wir extra zur Zeit des berüchtigten Laternenfestivals geplant. Da kurz vorher der König von Thailand verstarb, war bis zum Schluss nicht sicher ob die Festlichkeiten wirklich stattfinden.

Zu unserem Glück fand dann alles wie "geplant" statt und wir durften bei diesem einmaligen Erlebnis dabei sein –

auch wenn es zu Ehren des Königs etwas kleiner stattfand. Das Festival dauert in der Regel 3 Tage – und es ist sehr schwierig darüber etwas in Erfahrung zu bringen. Wir saßen viele Stunden vor dem PC um herauszufinden, wo das ganze Spektakel stattfindet. Auch vor Ort hatten wir wenig Glück als wir die Einheimischen selbst dazu befragten und auch andere Touristen suchten verzweifelt nach Informationen.

 

 

Was wir euch sagen können durch unsere Erfahrungen ist folgendes:

 

Entlang der Tha Pae Road in der Stadt Richtung Brücke zum Fluss steigen die meisten Laternen (dieses Spektakel ist das kostenlose und nicht das teure für Touristen ausgelegte außerhalb der Stadt). Am ersten Abend fand am Tha Pae Gate eine kleine Zeremonie mit Kerzen statt. Am zweiten Abend, zu Vollmond, ließen wir die Krathongs (kleine Schiffchen) zu Wasser beim Fluss bei der Brücke der Tha Pae Road. Diese verbannen das Unheil und sorgen für Glück in der Zukunft. Entlang der Tha Pae Road könnt ihr diese Schiffchen kaufen (je weiter entfernt vom Fluss umso teurer – OK, so richtig teuer sind diese zwar nicht mit 40 THB, aber umso näher ihr zum Fluss kommt, desto billiger werden sie und es gibt auch die Möglichkeit welche gegen eine Spende zu bekommen).

Am zweiten Abend wurden auch die Laternen gezündet. Diese erhält ihr am Tha Pae Gate und manche Verkaufsstände entlang der Tha Pae Road bieten diese auch an. Es ist eine riesengroße Menschenmenge zu dieser Zeit in der Stadt, also sichert euch schon vorher einen guten Platz – entweder auf der Brücke (die Laternen darf man nur in der Nähe vom Wasser steigen lassen – die Polizei schaut darauf) oder unten beim Fluss.

Auch wenn das Festival heuer nicht so groß ausfiel, was uns nicht aufgefallen ist, war es unglaublich

schön. Wir hatten zahlreiche Gänsehautmomente. Aber passt auf – da so viele Laternen auf einmal steigen – verfangen sich manche in den Stromleitungen und Bäumen und fangen teils zu brennen an – also immer ein Auge darauf haben, was so um euch herum passiert oder fliegt.

Am dritten Tag, fand dann noch eine Parade statt (Start war am Tha Pae Gate). Dabei fahren riesige geschmückte und beleuchtete Umzugswagen durch die Tha Pae Road – auch dieses Ereignis ist natürlich sehenswert. Wir sind dankbar, dass wir das alles miterleben durften.

 

 

November, 2016

 

 

The Austrian Girls, Eve & Bibi

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