Chiang Rai

Und auf ging`s von Chiang Mai nach Chiang Rai - ja, richtig gelesen, klingt alles sehr ähnlich :-)

 Von Chiang Mai sind wir mit dem von uns selbst gebuchten Green Bus nach Chiang Rai gefahren. Selbst organisiert mussten wir zwar bereits am

Vortag zum Busterminal um die Tickets zu kaufen, da uns gesagt wurde am selben Tag sind sie oft schon ausgebucht - aber so konnten wir einiges sparen da wir keinen Reisebüro Aufschlag zahlen mussten.

Der Bus selber war bis jetzt der angenehmste zum Reisen. Wir hatten ausreichend Beinfreiheit, bekamen eine Flasche Wasser zu trinken und sogar einen kleinen Snack. Dieser war allerdings mit einer Wurst und somit nichts für uns.

Angekommen sind wir am Busterminal 2 in Chiang Rai, dem Neueren. Von diesem aus waren es ca. 7 km zu unserem Hostel, also konnten wir leider nicht laufen und mussten erneut einen kleineren, diesmal blauen Bus nehmen. Das sind die selben wie die roten Busse in Chiang Mai. Nach vielem Verhandeln und nervig angeredet werdenden Tuk Tuk Fahrern, fanden wir eine Einigung für 70 THB für 2 Personen.

 

Im Hostel angekommen wurden wir sehr herzlich empfangen. Scheinbar hatten wir bei der Buchung übersehen Frühstück dazu zu nehmen, darauf hat uns aber dann die Dame an der Rezeption freundlich hingewiesen und wir haben den minimalen Aufpreis für das Frühstück bezahlt.

 

 

 

 

Hier entschieden wir uns das erste mal „Camping“

auszuprobieren, um uns langsam daran zu gewöhnen. Langsam deshalb, weil das Zelt

im obersten Stockwerk stand - geht mal 4 Stockwerke mit 2 Rucksäcken über steile Treppen nach oben - und überdacht war es auch ;-)

Natürlich gibt es auch in Chiang Rai Tempel zu besichtigen:

 

  • den Weißen Tempel und
  • das Black House und natürlich noch viele andere...

Um diese zu erreichen gibt es mehrere Möglichkeiten. Von unserem Standpunkt aus war die günstigste Variante einen Linienbus zu den Sehenswürdigkeiten zu nehmen. Mit diesem zahlt man nur 20 THB/Person und Strecke und sie starten immer bei der Old Bus Station in der Stadt. Für uns waren die Fahrten sehr amüsant, da die Busse sehr.........sagen wir mal ursprünglich, sind. Uralte Sitze, statt der Klimaanlage hängen an der Decke Ventilatoren, man fährt mit offener Tür und wir waren die einzigen Weißen in dem Bus.

Nachteil daran war, dass diese natürlich ihre fixe Route hatten und wir dadurch nicht direkt vom White Tempel zum Black House gelangten, sondern immer wieder zurück zur Bushaltestelle in der Stadt und dann erst zur nächsten Sehenswürdigkeit fahren konnten.

 

Das Hin- und her fahren würde man sich entweder durch eine Tuk Tuk Fahrt ersparen, was aber wieder sehr "teuer" ist oder man mietet sich einen Roller für einen Tag und kann somit selbständig vom weißen Tempel zum Black House gelangen. Dies ist zwar bequemer, allerdings ausnahmsweise teurer, denn ein Roller kostet für einen Tag ca. 300 THB. Außer man verbindet die Tempeltour auch noch mit anderen Ausflügen, um ihn wirklich auszunützen.

 

Der weiße Tempel ist wunderschön, besonders wenn die Sonne darauf scheint und er herrlich glitzert – für uns Mädels ein Traum! Der Nachteil war, dass es unserer Meinung nach leider eine ziemliche Touristenabzocke ist und nichts mehr mit Heiligtum zu tun hat. Man zahlt 50 THB/Person Eintritt und die Touristen werden wie am Fließband durchgeschleust. Mit Beginn der Brücke vor dem Weißen Tempel ist es nicht erlaubt stehen zu bleiben und in Ruhe alles zu betrachten, geschweige denn ein Foto zu machen. Bleibt man stehen wird man sofort über Lautsprecher von einem Security zum Weitergehen aufgefordert. Das Gelände rund um den Weißen Tempel konnte man dann allerdings in Ruhe betrachten, ohne Megafon Anweisungen zum Weitergehen.

 

Beim Black House hingegen war der Eintritt frei und wir durften uns auch alles in Ruhe anschauen. Wir mussten nur am Eingang unsere Trinkflasche abgeben, da innen Essen und Trinken verboten ist – unsere Cracker im Rucksack haben wir verschwiegen, hat auch keiner kontrolliert, pssst ;-)

Wir betrachteten zuerst das Gelände rund um das Black House. Dieses war wunderschön angelegt und auch hier überall Statuen und Kunstwerke verteilt.


 

 

 

 

Auch 2 Pferde grasten dort, trotz der vielen Touristen, in Ruhe vor sich hin. Das erste Pferd streichelten wir und machten ein Foto. Beim zweiten wollten wir zusammen ein Selfie machen….tja, und dann passierte es! Zu viel Tierliebe ist auch nicht gut, mich hat das Pferd gebissen, es hatte wohl genug von Selfies.

Aber alles halb so schlimm, bloß ein winzig kleiner Kratzer und blaue Flecken. Zum Glück sind wir Tollwut geimpft und Pferde Vegetarier.

Wieder zurück in der Stadt angelangt, beschlossen wir in das bei unserer Anfahrt entdeckte Katzenkaffee „Cat `n` A Cup“ zu gehen. Natürlich haben wir vorher recherchiert, ob die Tiere auch gut behandelt werden. Im Kaffee angelangt bestellt man sich was man möchte und geht dann durch eine weitere Tür zu den süßen Katzen mit einem Schild in der Hand über „Rules“.

Dort kann man direkt auf dem Boden sitzen oder auf ganz niedrigen Sesseln. Den Katzen scheint es wirklich gut zu gehen, es waren bei uns auch 3 ganz kleine dabei. Man kann den Katzen ein Leckerli für 40 THB kaufen… taten wir natürlich, Überraschung, oder?

Katzenliebhabern können wir dieses Kaffee wärmstens empfehlen. Die Schmusetiger sind super süß, teilweise auch noch verspielt und mit einem Leckerli in der Hand ist man auch sofort der Hero aller Katzen :-)

Zu unserer Freude gab es auch in Chiang Rai einen Nachtmarkt. Er ist zwar kleiner als der in Chiang Mai, hat aber dafür mehr Charme und mehr Sitzplätze wenn man etwas Essen oder Trinken möchte. Ab und an gibt es sogar kleine Tanzeinlagen oder es spielen Bands.

 

So und nun zu unserem persönlichen Highlight, wir waren im Kino. In dem riesen Shopping Center im Central Plaza gibt es ein Kino mit englisch sprachigen Filmen oder auch mit englischen Untertiteln. Wir schauten uns den neuesten Film von der Harry Potter Schriftstellerin Joanne K. Rowling „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ in Originalsprache an. Die Kinositze sind sehr bequem und das Popcorn super lecker. Die Werbung dauert allerdings ewig lange….ja noch länger als in Österreich.

In den Thailändischen Kinos wird auch kurz vor Filmbeginn ein Film über den kürzlich verstorbenen König Bhumibol Adulyadej eingespielt. Dabei stehen alle auf, auch die Touristen. Nach Ende dieses Kurzfilms verbeugen sich alle kurz und dann geht’s los mit dem Spielfilm.

 

 

 

 

Nach dem Kino waren wir noch beim Clock Tower, der sich ums Eck von unserem Hostel befand. Wen es interessiert - der Name der Strasse ist "Pa Or Don Chai Maeung"..

Dieser wurde 2008 zu Ehren des Königs von einem Künstler erbaut. Bereits am Tag ist er wunderschön anzusehen durch seine goldene Erscheinung. Abends wird es dann aber so richtig kitschig bei einer Lichtershow mit Musik. Welche jeden Abend um 19°° + 20°° + 21°° Uhr stattfindet.

 

Einmal reicht zwar, aber gesehen muss man es unbedingt haben.

Und zum Schluss noch für alle Wellness Liebhaber - wir gönnten uns nach dem vielen herum rennen ein Knabber-Spa. War sehr amüsant weil die kleinen Fische zu Beginn extrem kitzelten. Man gewöhnt sich aber irgendwie daran und hat danach wunderbar samtige Füße.......nein Scherz, so wirksam waren die kleinen Fische dann doch nicht ;-) Aber man merkt eine kleine Verbesserung und es tut der Seele gut, sich mal verwöhnen zu lassen und herzlich zu lachen.

 

 

November, 2016

The Austrian Girls, Bibi & Eve

Kommentar schreiben

Kommentare: 0